Kaufpreis und Liefertermin

Natürlich kommt es beim erfolgreichen Neuwagen- bzw. Autokauf besonders auf die Vertragsverhandlungen an.
In den meisten Fällen ist der Verkaufspreis zum großen Teil Verhandlungssache und es liegt am Käufer, einen möglichst guten Preis für das Wunschfahrzeug zu erzielen.

 

Preisverhandlungen

Seit 2001 bestehen beim Autokauf weder Zugabeverbote noch Rabattbeschränkungen.
Rabatte und Barzahlungsnachlässe von fünf bis zu fünfzehn Prozent zum Listenpreis sind keine Seltenheit.
Vertriebsintern festgesetzte Rabattgrenzen sind das Einzige, dass den Preis eingrenzt und hier Grenzen setzt. Der Verkäufer wird dem Kunden jedoch diese Rabattgrenzen nicht ohne weiteres offenlegen.
Hier zahlt sich also Hartnäckigkeit und Fingerspitzengefühl, gepaart mit der nötigen Objektivität aus.


 

 

Preiserhöhung

Es ist in jedem Fall ratsam einen Festpreis auszuhandeln und zu überprüfen ob in den AGBs ein Preiserhöhungsvorbehalt festgehalten ist. Ein solcher Vorbehalt ist unzulässig, sogar wenn die Erhöhung durch den Hersteller bzw. das Herstellerwerk vorgenommen wurde. Sie haben in diesem Fall das Recht, dass Sie lediglich den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen haben.

Preiserhöhungsvorbehalte sind nur dann rechtswirksam, falls die Lieferung später als vier Monate nach dem Vertragsabschluss erfolgen soll. Es ist jedoch davon abzuraten sich darauf einzulassen.


Preistransparenz beim Fahrzeugkauf

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind Ausschreibungen mit Konditionen wie beispielsweise „zuzüglich Überführung“ unzulässig, da sie gegen die wettbewerbsrechtliche Preisangabeverordnung verstoßen, weil der Verbraucher den endgültigen Preis zumindest errechnen können muss.

Das heißt, ein Autohändler muss bei seiner Preisvergabe dem Kunden gegenüber Transparenz gewährleisten. Mit anderen Worten: der Verbraucher muss stets in der Lage sein, sich ggf. den Endpreis selbst herleiten zu können.


 


Liefertermin

Wird das Kfz nicht direkt übergeben, so wird in der Regel ein konkreter Liefertermin vereinbart.
Der Liefertermin ist zumeist allerdings nicht bindend, weswegen der Käufer bei einer Überschreitung nicht zwingendermaßen Rechte geltend machen kann. Die von den Verkäufern meist verwendeten Neuwagenbedingungen räumen den Verkäufern ungestrafte Übertretungen der Frist von bis zu sechs Wochen ein, bevor Sie in Verzug geraten.
Ist Ihnen die fristgerechte Lieferung wichtig, so müssen Sie den gewünschten Liefertermin vertraglich festhalten. Bleibt jetzt die Lieferung zum vertraglich festgelegten Termin aus, können Sie Anspruch auf Schadensersatz geltend machen.
Haben Sie dem Händler eine angemessene Nachfrist gesetzt und ist diese erfolglos verstrichen so können Sie auch vom Vertrag zurücktreten (§ 323 Absatz 1 BGB). Hierbei sind in der Regel zwei Wochen für die Frist ausreichend.


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