Auto Kauf: Besuch beim Autohändler

 


Beim Auto-Händler gibt es einige Punkte zu beachten. Es empfiehlt sich, nach einem ersten Beratungsgespräch vor Ort, sich unverbindliche Finanzierungspläne und Muster-Kalkulationen mit nach Hause geben zu lassen und nicht sofort beim ersten Termin einen Kauf zu tätigen, bedenken Sie: hier arbeiten Profis!
Deshalb ist es gut wenn Sie nicht alleine, sondern mit einer weiteren Person Ihres Vertrauens zum Händlertermin erscheinen, denn zu zweit sieht und hört man mehr  -  und die Wahrscheinlichkeit sich vom Autohändler überrumpeln zulassen und vorschnell einen Vertrag abzuschließen ist deutlich geringer.



Lassen Sie sich beim Auto bzw. Neuwagen Händler ruhig erst einmal Informationsmaterial und die Finanzierungspläne mitgeben und stellen Sie in Ruhe von zuhause aus einen Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern an. Beim Kostenvergleich beachten Sie auch evtl. anfallende Kosten für Fahrzeugüberführung sowie die Zulassung.

Haben Sie nun ein ernsthaftes Kaufinteresse, sollten Sie in jedem Fall eine Probefahrt in Anspruch nehmen, um  dass Auto besser kennen zu lernen. Lassen Sie sich aber hierdurch zu nichts verpflichtet fühlen. Die Probefahrt dient lediglich dazu, dass Auto näher kennen zu lernen.


 


Probefahrt


Wie sieht es eigentlich rechtlich aus bei der Probefahrt? Wenn das Fahrzeug bei der Probefahrt beschädig wird, kann es rechtlich gesehen zu Komplikationen kommen?
Überlässt der Autohändler eines seiner Fahrzeuge dem Kunden für eine Probefahrt, kann nach gültiger Rechtssprechung von einer stillschweigenden Haftungsfreistellung ausgegangen werden, d.h. der potentielle Käufer haftet nur im Fall einer vorsätzlichen Beschädigung oder aber groben Fahrfehlern. Denn dadurch das der Fahrer sich auf ein komplett neues Fahrzeug einstellen, sowie dieses auch noch auf verschiedene Funktionen und (Fahr-)Eigenschaften hin überprüfen muss, ergibt sich zwangsläufig ein höheres Unfallrisiko welches durch den Händler über eine Vollkaskoversicherung abzusichern ist.
Natürlich gilt diese allgemeine Regel nicht sollte der Kfz-Händler den Fahrer ausdrücklich auf dessen Eigenhaftung hinweisen.


 


Garantie


In jedem Fall sollten Sie darauf achten, ob Händler oder Hersteller Ihnen eine Garantie auf das neue Fahrzeug gewährt.
Natürlich gilt die gesetzliche Gewährleistung in jedem Fall für zwei Jahre ab Übergabe des Kfz, wobei hier aber nur Ansprüche aufgrund von Mängeln, die bereits vor der Übergabe am Fahrzeug vorhanden waren, abgedeckt sind.

Eine Garantie als freiwillige Dienstleistung des Herstellers, welche auch eine Haftung für später auftretenden Schäden am Kfz übernimmt, sichert Sie so vor evtl. größeren Ausgaben und Risiken vorerst ab.

Der Umfang einer Garantie kann unter den Herstellern recht unterschiedlich ausfallen. So sichern zum Beispiel manche Garantien nur wenige Teile am Auto ab, bzw. nur bestimmte Schäden, wie z.B. Durchrostung o.ä.
Zudem sind oftmals auch gewisse Bedingungen an eine Garantie geknüpft, wie z.B. regelmäßig ausgeführte Inspektionen in einer vorgesehenen Vertragswerkstatt. Beachten Sie hierbei, dass dies meist auf eigene Kosten zu geschehen hat. Informieren Sie sich in jedem Fall genau und studieren Sie auch das Kleingedruckte.
Ansprüche auf Garantieleistungen sind unabhängig zu Ansprüchen die aus der gesetzlichen Gewährleistung heraus bestehen.