Der Kaufvertrag beim Autokauf

 

Geben Sie eine Bestellung beim Händler auf, handelt es sich hierbei nicht um einen Kaufvertrag, sondern erstmal um ein Angebot Ihrerseits. Nimmt der Händler das Angebot an, kommt der Kaufvertrag zustande.
Kommt es  z.B. vor, dass das Model nicht mehr lieferbar sein sollte, so ist der Händler aufgrund von Nichterfüllung nicht in der Haftung, da bisher kein Kaufvertrag abgeschlossen wurde und der Verkäufer noch keine Verpflichtung eingegangen ist.


 


Im Allgemeinen ist auch ein mündlicher Kaufvertrag gültig, jedoch sollten Sie als Käufer,für evtl. festzuhaltende Einzelheiten und Sonderabmachungen und natürlich aus Beweisgründen auf einen schriftlichen Kaufvertrag bestehen. Hierbei sollten alle mündlichen Zusagen schriftlich niedergelegt werden.


Rechtliches

Laut Gesetzbuch ergibt sich für den Verkäufer die Verpflichtung, die vertraglich festgehaltene Sache dem Käufer zu übergeben und zu übereignen. Der Käufer hingegen ist verpflichtet, die Sache beim Verkäufer abzunehmen und entsprechend den Vertragsbedingungen zu bezahlen.
Erfolgt jedoch, wie häufig, keine direkte Barzahlung, so wird in diesem Fall zumeist ein Eigentumsvorbehalt vereinbart. Das heißt, dass der Vertragsgegenstand erst bei vollständiger Zahlung in das Eigentum des Käufers übergeht.


 

 

Vertragsrücktritt: Rücktritt Kaufvertrag


Jedoch gibt es Gründe, die es dem Käufer gestatten, vom Kaufvertrag bzw. von der Bestellung zurückzutreten:

  • Der Händler nimmt die Bestellung in der vorher vereinbarten Bindungsfrist nicht ausdrücklich an, oder liefert das Fahrzeug nicht.
  • Der beim Verkäufer abgeschlossenen Leasing- bzw. Finanzierungsvertrag wird fristgerecht schriftlich widerrufen.
  • Der Käufer ist noch minderjährig und erhält im Anschluss keine schriftliche Genehmigung der Eltern bzw. seines zuständigen Vormunds.
  • Der Händler hat unrichtige Angaben bezüglich des Fahrzeuges gemacht hat, bzw. der Käufer wurde durch Vorspiegelung unrichtiger Tatsachen zur Bestellung veranlasst.
  • Das bestellte Fahrzeug wurde auch nach überschrittener Lieferfrist und festgesetzten Nachfrist nicht geliefert. Bei unverbindlichen Terminen ist eine Wartezeit von ca. sechs Wochen die Norm. Die Nachfrist, welche vom Besteller festgesetzt werden kann, beträgt üblicherweise zwei Wochen.
  • Das gelieferte Fahrzeug ist mangelhaft.



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