Ferrari FF

Sportwagen machen Spaß, sind aber nur bedingt alltagstauglich. Der Ferrari FF will den Markt nun revolutionieren und als Hochleistungsauto mit hohem Nutzwert die Sicht auf Sportwagen nachhaltig verändern. In der Seitenansicht sieht der FF ein wenig so aus, als hätte man einen schnittigen Sportwagen mit einem Kombi gekreuzt. Der FF wurde am 21. Januar 2011 in einer Pressemitteilung als offizieller Nachfolger des Ferrari 612 Scaglietti vorgestellt und im März 2011 auf dem Genfer Auto-Salon offiziell präsentiert. Laut Herstellerangaben handelt es sich dabei um den stärksten und vielseitigsten Viersitzer von Ferrari, der erstmals in der Geschichte des Hauses mit einem Allradantrieb ausgestattet ist.

Auf zu neuen Ufern

Zumindest kann man Ferrari nicht vorwerfen, sie würden sich nicht trauen, neue Wege zu beschreiten. Das doppelte "F" steht übrigens für "Ferrari Four", denn er verfügt wie gesagt nicht nur über vier Sitze, sondern auch über einen kraftvollen Vierradantrieb. Somit stellt er tatsächlich ein völlig neues GT-Sportwagen-Konzept dar. Etwas Derartiges hat es bisher noch nicht gegeben und das Bild des alltagsuntauglichen Sportwagens, der nur für Vergnügungsspritztouren auf der Autobahn genutzt werden kann, muss demnach überdacht werden. Der FF beschreitet ganz neue Wege und noch können nicht einmal die Experten sagen, ob dieser Versuch auch wirklich von Erfolg gekrönt sein wird oder ob der Ferrari FF vielleicht doch eher ein ungeliebtes, wenig gekauftes Experiment bleiben wird. In der Geschichte des italienischen Autobauers gab es ja schon einige mutige Prototypen, die schon nach kurzer Zeit in Vergessenheit gerieten. Genau 42 Jahre zuvor wurde der Ferrari Modulo ebenfalls auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt – er blieb eine Designstudie. Doch der FF ist anders! Er versucht den Ansprüchen der Sportwagenfahrer und ihrem Ruf nach mehr Funktionalität zu entsprechen. Der neue V12 vereint ein noch nie dagewesenes Maß an Sportlichkeit und Dynamik mit hoher Leistung und unglaublicher Vielseitigkeit. Mit satten 660 PS kann man zum Supermarkt fahren und die Einkaufstüten auf der Rückbank oder im Kofferrum verstauen. Die Karosserie ist natürlich ein absolutes Novum für ein Ferrari-Modell. Zwar gab es in den 60er Jahren schon einmal den Versuch, einen derart funktionellen Flitzer zu entwickeln, doch weder der Markt noch die Technik waren damals schon bereit für ein solches Automobil.

Der böse Blick

Wer nun meint, der FF müsse dementsprechend wie ein Familienauto wirken, täuscht sich gewaltig. Wer diesen Ferrari fahren möchte, muss sich keine Sorgen um einen möglichen Imageschaden machen. Vor allem die Frontpartie überzeugt mit einem besonders fiesen Blick und der lange, schnittige Torso des FFs wird durch das unkonventionelle Heck keinesfalls entwertet.

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