Fahrzeugabnahme

 

Steht das neue Fahrzeug nun beim Händler bereit, sollten Sie das Fahrzeug so genau wie möglich überprüfen. Meistens steht Ihnen im Rahmen der allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Probefahrt zu, die es sich auch empfiehlt zu nutzen.


 


Zeitraum der Abnahme

Der Käufer hat nach den allgemeinen Neuwagenverkaufsbedingungen der Händler das Fahrzeug innerhalb von vierzehn Tagen ab Lieferdatum abzunehmen.
Sollte das gelieferte Fahrzeug Mängel aufweisen, welche nicht innerhalb von acht Tagen bereinigt werden können kann die Abnahme vom Kunden verweigert werden.
Sollte der Wagen nicht der Bestellung entsprechen, gilt das gleiche
Änderungen und Abweichungen, welche als geringfügig und zumutbar eingestuft werden können sind dagegen hinzunehmen.
Tipp: Beachten Sie jedoch, dass durch unberechtigte Mängelanzeigen sowie grundlose Verweigerung der Abnahme Sie selbst in Verzug geraten und so dem Händler gegenüber Schadensersatz-pflichtig werden können.
In einem derart gelagerten Fall sollten Sie daher am besten einen Anwalt  zu Rate ziehen.


 


Mangelhaftes Neufahrzeug

Der Händler steht dafür ein, dass der Neuwagen nicht mit Mängeln behaftet ist.
Ein Mangel liegt vor wenn:

  • die Sache bzw. der Wagen nicht die vertraglich festgehaltene Beschaffenheit hat

  • die Sache bzw. das Fahrzeug sich nicht für die beiderseits vorausgesetzte Verwendung eignet oder aber in der Eignung vermindert ist

  • das Kfz nicht die gewöhnlich vorausgesetzte Beschaffenheit eines ähnlichen bzw. vergleichbaren Fahrzeugs besitzt

Es liegt also immer genau dann ein Mangel vor, wenn das Fahrzeug nicht dem vertraglich festgesetzten Zustand entspricht. Maßstab für Fehlerfreiheit ist hierbei der aktuelle Stand der Technik vergleichbarer Kraftfahrzeuge und die konkret getätigten Angaben des Verkäufers. 
Eine konkrete Angabe zu einem Fahrzeug bzw. zur Beschaffenheit eines Fahrzeugs, wie zum Beispiel ein „3-Liter Verbrauch“ wäre eine verbindliche Zusicherungen. Stellt sich dies später als fehlend oder unrichtig heraus, liegt ein Mangel vor.
Weicht die Angabe zum Kraftstoffverbrauch, welche eine wichtige Kalkulationsgrundlage des Käufers bildet, mehr als zehn Prozent ab, spricht man von einem erheblichen Fehler.
Nur solche Mängel sind maßgeblich, die bereits bei Übergabe des Fahrzeugs bestehen, auch wenn sie erst später zu erkennen sind.




Tipp: Beim Verkauf an einen privaten Käufer wird ein Mangel, der innerhalb von sechs Monate nach Fahrzeug-Übergabe auftritt, rechtlich vermutet, dass besagter Mangel schon bei Übergabe vorlag. Hier ist jetzt der Verkäufer in der Beweispflicht zu belegen, dass der Mangel nicht schon bestand sondern erst später nach Übergabe des Kfz entstanden ist. Kann der Verkäufer dies nicht, so haftet er.