Innovatives Carsharing  


 

Was zunächst wie der Name einer neuen Motor-Technologie anmutet, die dem heutigen Zeitgeist entsprechend einen niedrigeren CO2-Ausstoß gepaart mit unschlagbaren Verbrauchswerten verspricht, entpuppt sich nach kurzer Recherche als etwas viel einfacheres, nämlich ein neues System im Carsharing. Dem Grundgedanken höherer Mathematik folgend, dass Einfachheit oft erstrebenswert ist, weckt alleine der Name des Carsharing-Prinzips Begehrlichkeiten. "Drive Now" darf nämlich durchaus wörtlich genommen werden, denn während die bekannten Autovermieter stets einhergehen mit Mietstationen, Warteschlangen, Papierkrieg und schweren Zeiten an der Tankstelle, warten die possierlich lackierten BMW 1er und Mini Cooper der "Drive Now" nur darauf, gefunden, geöffnet und gestartet zu werden - offizielle Abnahme überflüssig.

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Gerade das Einfache ist es also, was "Drive Now" gewinnbringend umzusetzen versucht: ein transparentes und konsequentes Kostenmodell, das bereits viele Zuschläge beinhaltet, angewandt auf eben jene Autos, die einen Großteil der Zielgruppe ansprechen dürften. Vor allem der BMW 1er spielt dabei seinen Heimvorteil überzeugend aus, gilt er doch als die ideale Mischung aus junger Dynamik und sportlichem Chic. Ähnliches kann über den Mini Cooper gesagt werden, der entweder in der Standard-Variante, aber auch als geräumiger Clubman oder gar als luftiges Cabrio erhältlich ist. Die durchgehend hochklassige Ausstattung aller Fahrzeuge rundet den guten ersten Eindruck dabei treffend ab, bestärkt allerdings den Drang zu fragen, zu welchem Preis all das Genannte nun eigentlich verfügbar ist.

Die Gretchenfrage: "Drive now" - oder lieber nicht?
Wie gut sich "Drive Now" in der Praxis schlägt - und wenn ja, für welche Gelegenheiten - kann am besten mithilfe eines Vergleichs ergründet werden. Am Anfang steht dabei der pauschale Minutenpreis von 29 Cent pro Minute, der, am Rande bemerkt, nur für die Fahrzeit fällig wird und zu einem stündlichen Maximum von 17,40 Euro führt. Dem gegenüber steht der klassische Mietwagen, der stets nur für mindestens 24 Stunden gebucht werden kann und in vergleichbaren Fahrzeugklassen über 100 Euro kostet - in denen "Drive Now"-Argumente wie Vollausstattung oder Vollkasko allerdings nicht enthalten sind. Schon an dieser Stelle wird also eine klare Tendenz sichtbar: für längere Anmietungen werden Europcar und Co auch weiterhin gut besucht sein, für den ganz spontanen Bedarf eines Stadtautos allerdings ist "Drive Now" eine ganz ernstzunehmende Option.